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Bitburger-City-Nacht Rhede: immer freitags nach der Tour – 31.
Ronny hatte in Rhede keiner auf der Rechnung ++ Danilo Hondo fährt voran ++
Andreas Kappes verabschiedet ++ Ehrenrunde für verletzten Andreas Beikirch
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Sieg nach Mitternacht in der 17. City-Nacht vor 20 000 Fans: Ronny Scholz gewinnt die Bitburger-Classics bei optimalen Witterungs-bedingungen in Rhede
Foto:
Bernfried Knipping/
Stadt Rhede
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2. August, 3.33 Uhr
• Die 17. Bitburger-City-Nacht in Rhede (Münsterland) endete in der Nacht zum Samstag (2. August) mit einem Sieg des Gerolstein-Fahrers Ronny Scholz (30). Und den hatte so recht keiner auf der Rechnung. Nach 91 Kilometern und 2:02:16 Stunden fuhr der gebürtige Cottbuser in Jubelpose durchs Ziel und verwies die hochgehandelten Marcus Burghardt (Columbia) und Ralf Grabsch (Team Milram) auf die nächsten Plätze. Ex-Meister Danilo Hondo wurde Sechster, Andreas Kappes verabschiedet. Für den nach einem Trainingsunfall verletzten Kollegen Andreas Beikirch wurde eine Ehrenrunde gefahren.

Vor schätzungsweise 20 000 Zuschauern in der Rheder Innenstadt hatte sich Neuschwabe Scholz, der seit Jahren für den Stall seines Fastschwiegervaters Hans-Michael Holczer fährt, kurz vor Schluss eines spannenden und immer ausgeglichenen Rennens auf einer 1,4 Kilometer langen Rundstrecke entscheidend durchgesetzt – gegen die Columbia- und Milram-Mannschaften. Auf seinen Mannschaftskollegen Fabian Wegmann aus Münster, 2007 Zweiter in Rhede und 2006 Sieger, hatte Scholz dabei verzichten müssen: Wegmann war zur Rennzeit bereits im Olympia-Flieger nach Peking. Ronny Scholz war nach den anstrengenden 65 Runden froh, bei seinem fünften Gastspiel in Rhede „endlich gewonnen zu haben. Und das, obwohl ich keine Mannschaft hatte, die mich unterstützte. Deshalb war es zum Schluss ein Pokerspiel. Ich weiß, dass ich gegen Danilo Hondo oder Marcus Burghardt nicht der Schnellste im Sprint bin, deshalb musste ich vorher alles riskieren, und es hat geklappt.“

Nach Ende der Tour sei er bei verschiedenen Rennen herumgetourt. „Jetzt geht es erst einmal nach Hause. Die Strapazen der Tour stecken einem noch ganz schön in den Beinen. Dann stehen noch die Regio- und Deutschlandtour an“, sagte der 30-Jährige. Und im nächsten Jahr wolle er auf jeden Fall wiederkommen: „Das ist jedes Mal eine Superstimmung hier in Rhede – die gibt es nirgendwo anders. Und bei solchen Rennen fährt man immer wieder gerne.“

Ins gleiche Horn stieß Marcus Burghardt vom T-Mobile-Nachfolgeteam Highroad (Columbia) beim Interview mit Ex-Tourfahrer Marcel Wüst: „Nachts um halb eins habe ich auch noch nicht in Rennklamotten auf der Straße gestanden. Und dass die Leute dann auch nach Mitternacht noch in Achterreihen an der Rennstrecke stehen – das habe ich noch nicht erlebt.“

Burghardt, Sieger der 18. Etappe der Tour de France und mit viel Jubel von seinen Fans in Rhede empfangen, hätte bei seinem City-Nacht-Debüt zu gerne gewonnen. Zwischenzeitlich hatte er mit seinem Teamkollegen Marcel Sieberg eine tolle Aufholjagd gestartet. Die führte letztlich jedoch nicht ganz zum Sieg.

Leader- und Sprinterpreis an Danilo Hondo

Für den hatte zwischenzeitlich eigentlich Danilo Hondo, nach seiner Sperre und 2004 erstmals wieder in Rhede am Start, seine Bewerbung abgegeben. Doch der starke Sprinter wurde nach langer Führungsarbeit von den starken Verfolgern eingeholt und schließlich guter Sechster. Immerhin: Der 34-jährige Hondo, jahrelang Fahrer bei Tour und Giro d’Italia und deutscher Meister von 2002, erhielt für seine starke Führungsarbeit den Leaderpreis und den Sprintercup – schöner Trost für den Cottbuser, der auch zuvor beim Dernyrennen (mit Schrittmacher Jacco Ruys) über 15 Runden oder 21 Kilometer immer in der Führungsgruppe zu finden gewesen war. Das Einalgerennen gewann vor Martin Hebik (AC Sparta Prag) und Danilo Hondo (Serramenti PVC) jedoch einer, der Rhede mitgeprägt hat und seinen Abschied gab: Andreas Kappes (und Schrittmacher Bruno Walrave) gebührte der Sieg. Und Kappes erntete viel Applaus: „Andy hat unendlich viel für unsere Rennen getan, war immer da, wenn wir ihn brauchten. Er ist ein wirklich Großer“, dankten Uwe und Rudi Hengstermann vom veranstaltenden RV Central Rhede. Sie zogen nach über sechs Stunden Spektakels in der Innenstadt mit großem Beiprogramm ein positives Fazit: „Wieder mehr Zuschauer, gute Stimmung, gutes Rennwetter – was will man mehr?“

Das Mannschaftsrennen gewann die Sparkasse Westmünsterland gegen das Autozentrum Ebber nach 15 Runden oder 21 Kilometern.

Das Frauenrennen dominierte Tanja Hennes (Team Specialized Designs for Women) nach Belieben. Sie hatte schließlich nach 42 schnellen Kilometern und 30 Runden Alleinfahrt (dafür gab es BDR-Punkte) einen Vorsprung von fast zwei Minuten (1:52) – starke Leistung für die 37-Jährige.
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Mannschaftsrennen: Sieger
Phillip Mamos vom Team Sparkasse Münsterland
Frauenrennen über 42 Kilometer: Tanja Hennes (37) dominiert das Rennen
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Dernyrennen: Sieger Andreas Kappes (rechts) mit Schrittmacher Bruno Walrave Fotos (5): andresen-presseservice
Ergebnisse 17. City-Nacht des RV Central Rhede, Bitburger Class