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Bitburger-City-Nacht Rhede: immer freitags nach der Tour – 31.
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Vorsitzender Uwe Hengstermann (vor dem Laptop) sprach sich für sauberen Radsport aus: „Wer dopt, betrügt“ Foto: and
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Aufgaben für RV Central Rhede klar verteilt:
„Glaubwürdige Fahrer verpflichten,
professionell und mit Perfektion arbeiten“
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• Mit Zuversicht blickt der Radsportverein Central Rhede in das Veranstaltungsjahr 2009. Das bekräftigte Vorsitzender Uwe Hengstermann während der Jahreshauptversammlung am Sonntag, 1. März, im Vereinslokal Schaffeld-Eming in Rhede. Der Verein sei gut aufgestellt, was Sponsoring für die beiden Großveranstaltungen Rund um Rhede am 22. März und City-Nacht am 31. Juli angehe: „Wir haben eine tolle Truppe und uns in den vergangenen Jahren fit gemacht.“ Die schweren Zeiten „sind für uns zwar eine Herausforderung, aber kein Desaster.“

Lediglich zwei Vorstandspositionen standen zur Wahl an: Karl-Heinz Hessing als zweiter Vorsitzender und Ludger Tebrügge als zweiter Geschäftsführer wurden en bloc einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, Ralf Schnelting als Kassenprüfer wiedergewählt. Von 34 Vereinsmitgliedern waren 20 anwesend.

„Rund um Rhede hat mehr Zuschauer verdient“

Das Traditionsrennen Rund um Rhede, das in knapp drei Wochen zum 18. Mal im Rheder Gewerbegebiet ausgetragen wird, könne laut Hengstermann das Prädikat „ausgezeichnet“ tragen, allerdings hätte die „Veranstaltung mehr Zuschauer verdient.“ Dafür will der Verein sorgen und Rund um Rhede 2009 attraktiver machen, zum Beispiel durch Spielstationen für Kinder mit Quiz, Malen, Hüpfburg und dem Rheder Spielmobil. Sportlich werde das Rennen eine der Topveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen, und viele starke Holländer seien zu erwarten. Hengstermann: „In Rhede ist Saisonstart. Alle Rennfahrer haben einen Winter lang trainiert und wissen nicht, wo sie leistungsmäßig stehen. Deshalb werden wir ein sehr gutes Fahrerfeld in sechs Klassen, von Junioren, Amateuren über Frauen und Senioren bis zum Hauptrennen der Eliteklasse aufbieten können.“ Im Vorjahr gewann der frühere Telekom-Fahrer Christoph von Kleinsorgen (Coesfeld).

Im Rückblick auf 2008 erläuterte Hengstermann in seinem Vorstandsbericht, dass der Verein zur 17. City-Nacht wieder ein „Fahrerfeld der Spitzenklasse mit großem Beiprogramm hatte.“ Rhede habe sich gegen die „Nacht von Hannover“ durchgesetzt und den deutschen Tour-de-France-Etappensieger Marcus Burghardt vom Team Columbia verpflichten können – trotz aller Abwerbeversuche. Ein ähnlich starkes Feld werde auch für 2009, beim traditionellen Freitagtermin nach der Tour de France (31. Juli), aufgestellt.

Auch 2009 kein Eintritt bei City-Nacht am 31. Juli

Für die Zuschauer verkündete der Central-Vorsitzende die gute Nachricht: „Wir werden auch 2009 wieder auf Eintritt verzichten. Sechs Euro müssten wir haben, die sind aber in Rhede nicht durchsetzbar. In Holland werden leicht und locker zwölf bis 15 Euro verlangt und ganze Städte tageweise zugemacht. Aber das können wir in Rhede nicht. Wir freuen uns auch so über viele Fans, die wir als Veranstalter in die Stadt bringen und damit für einen immens hohen Werbewert sorgen. Dies ist allerdings bei einigen Kritikern wohl immer noch nicht angekommen.“

„Es gibt keine Rechtfertigung für Doping“

Zum Thema Doping nahm Hengstermann ausführlich Stellung. Nicht nur der Radsport sei betroffen: Reiter dopten Pferde, Triathleten hätten nichtmals ein Doping-Reglement, in Italien würden Fußballer ganze Spieltage verschieben, Dopingproben bei Olympia in Peking seien einfach verschwunden. Hengstermann: „Das alles rechtfertigt Doping im Radsport nicht! Doping ist Betrug!“

Diejenigen, die den Radsport hingegen an den Pranger stellten, hätten „keine Ahnung vom internationalen Profileistungssport: Es geht um Jobs, Geld, Überleben und Zukunft. Da kommt Betrug vor.“ Dem widersetze sich der Klub durch das Festhalten an einem Verhaltenskodex der deutschen Radsportveranstalter, die wissentlich gedopte Fahrer nicht verpflichteten.

Die City-Nacht komme nach wie vor bei Fans und Sponsoren bestens als eine der herausragenden jährlichen Veranstaltungen in Rhede an. Deshalb werde der Verein dem Vorsitzenden zufolge so – „hoffentlich erfolgreich“ – weiterarbeiten wie bisher. Hengstermann: „Unsere Aufgaben sind klar definiert: die Erwartungen der Sponsoren übertreffen, glaubwürdige Fahrer verpflichten, professionell und mit Perfektion Aufgaben erfüllen, Kosten reduzieren und unermüdlich kämpfen.“

Rund-um-Rhede-Ausstellung im real-Markt, Gronauer Straße

• Im real-Markt an der Gronauer Straße hat der Verein eine sehenswerte Ausstellung eröffnet mit Rennmaschinen, Fotos und Dokumenten zum 18. Rennen Rund um Rhede. Zwei Plakattürme an den Stadteingängen weisen auf die Veranstaltung am 22. März mit Start und Ziel vor der Kabelfirma Kroschu am Wiegenkamp hin.


© andresen-presseservice, Redaktion: Horst Andresen
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Jahreshauptversammlung 2008
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Mitglieder und Vorstand nach der Jahreshauptversammlung 2008
t• Innerhalb 50 Minuten hatten die Versammelten die Jahreshauptver-sammlung des RV Central Rhede zufriedenstellend abgehakt: Vorsitzender Uwe Hengstermann, erster Geschäftsführer Rudi Hengstermann und Orga-Leiter Thorsten Blitzner wurden einstimmig in eine weitere, zweijährige Amtsperiode geschickt. Zu Kassenprüfern wurden Heinz-Bernd Tebrügge und Ralf Selting gewählt. Die Rennen „Rund um Rhede“ am 6. April und die 17. City-Nacht am Freitag, dem 1. August, seien wieder die Radsport-Höhepunkte des Jahres für Rhede und das Westmünsterland.

Kontinuität

„Wir beweisen Kontinuität – im Gegensatz zu vielen anderen Klubs, die Schwierigkeiten haben und keine Rennen mehr austragen“, sagte Vorsitzender Uwe Hengstermann den 20 Zuhörern; mit ihnen hatte der Klub zwei Drittel der Mitgliederschaft für die Versammlung mobilisiert. Hengstermann: „Auch in diesem Jahr reißt die Kette der Rennabsagen nicht ab. Deshalb sind wir froh, weiter Veranstaltungen anbieten zu können, und die Fahrer freuen sich, dass sie bei uns starten können.“ Sechs Rennen werden bei „Rund um Rhede“ am 6. April ab 10 Uhr im Gewerbegebiet gestartet. Neu ist, sagte Hengstermann einen Tag nach dem Weltfrauentag, dass auch ein Frauenrennen (15 Uhr) gestartet wird. Zahlreiche Niederländerinnen hätten sich auch hier wie auch für die Jugendrennen bereits gemeldet. Mehrere hundert Radrenner wollen in Rhede ihre Frühjahrsform testen.

Großes Interesse der Medien

In seinem Rückblick ging Hengstermann auch auf die 16.
Bitburger-City-Nacht 2007 ein. „Mit Andreas Klöden haben wir im Vorjahr den besten deutschen Radprofi nach Rhede geholt! Das Medieninteresse war, außer beim Lance-Armstrong-Start 2001, nie so groß gewesen, Rhede in aller Munde. Die City-Nacht 2008 wieder so auf die Beine zu bekommen, bedarf erneut einer großen Anstrengung. Als wir mit der ersten City-Nacht begannen, war der Radsport in Deutschland nicht gerade populär. Dann kamen die Jahre mit Zabel und Ullrich, und der Radsport boomte wie nie zuvor. Nun die Jahre von Epo und Eigenblutdoping.“

„Wir brauchen nationale Helden“

Eine Sportveranstaltung sei laut Hengstermann immer dann erfolgreich, wenn es nationale Helden und Siegertypen gebe: „Deutschland hat guten Radsportnachwuchs! Hoffentlich sind diese jungen Talente und die internationale Konkurrenz so clever und bedienen sich nur noch legaler Mittel, dann besteht die Chance, dass wir eine spannende Tour de France erleben, die Fans wieder an den Sport glauben und wir somit wieder ein tolles Radsportfest in Rhede bekommen.“ Die Sponsoren jedenfalls hielten dem Verein die Stange und unterstützten weiterhin „dieses wohl unnachahmliche Rheder Radsportevent.“

Dank an Mitglieder

Hengstermann dankte der Mitgliederschar für ihr dauerndes Zupacken: „Es macht Spaß, mit euch für den Radsport zu kämpfen. Wir müssen auch 2008 den Nacken steif halten, um mögliche Rückschläge – die sicherlich kommen werden – wegstecken zu können. Doch als gut funktionierendes Team schaffen wir das!“
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