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Bitburger-City-Nacht Rhede: immer freitags nach der Tour – 29.
Großer Erfolg: André Greipel gewinnt erstmals Touretappe
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Supererfolg bei der 98. Tour de France von Aurillac nach Carmaux: André Greipel (Hürth bei Köln) gewann erstmals eine Etappe der Tour de France. Für den Vorjahreszweiten der City-Nacht in Rhede fährt sein Weltklasse-Anfahrer Marcel Sieberg. Fotos: RV Central
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RV Central Rhede verpflichtet Anfahrer Marcel Sieberg (Bocholt) von der Ziellinie weg für das Jubiläumsrennen

Das war ein superstarker Sprint: Das deutsche Sprint-As André Greipel (28, am 16. Juli 1982 in Rostock geboren), einer der weltbesten seiner Zunft, gewann  die zehnte Etappe der 98. Tour de France über 158 Kilometer von Aurillac nach Carmaux. Und praktisch von der Ziellinie weg hatte der Verein den gebürtigen Rostocker vom RV Central Rhede für die 20. City-Nacht am Freitag nach Ende der Tour, 29. Juli, verpflichtet.

Doch dann kam wenige später die Rückmeldung seines Managements: Das hatte den starken Deutschen für ein anderes Rennen am selben Tag verpflichtet. Und aus dem Vertrag kam der Rostocker nicht mehr heraus, der persönlich Rhede die Zusage für die 20. City-Nacht gegeben hatte. Schade.

Vorsitzender Uwe Hengstermann war trotzdem begeistert: „Ein Supererfolg für diesen sympathischen Rennfahrer. Leider darf er in Rhede nicht starten. Doch wir haben Marcel Sieberg für unsere Jubiläumsveranstaltung verpflichtet.“

Sieberg (29, am 30. April 1982 in Catrop-Rauxel geboren) ist seit kurzem mit seiner Freundin in Bocholt wohnhaft, wenn er nicht gerade auf zwei Rädern Frankreich kennenlernt.

Marcel Sieberg wurde 2007 als kämpferischster Fahrer einer Touretappe ausgezeichnet. Seit 2008 fuhr er für das Team Columbia, seit der Saison 2011 geht er für Omega Pharma-Lotto an den Start.

Sieg für Lotto wie eine Lotto-Gewinn

Der Greipel-Etappensieg war für das Team Lotto wie ein Gewinn im Lotto. „Ich bin heute der glücklichste Mensch der Welt. Ein Etappensieg bei der größten Rundfahrt der Welt – das ist ein unglaubliches Gefühl. Heute haben sich alle Mühen ausgezahlt“, sagte André Greipel, der bei der Frankreich-Rundfahrt für die sportlichen Schlagzeilen sorgte. Der Fahrer vom Team Omega-Pharma holte zugleich den ersten deutschen Etappensieg seit 2009. Heinrich Haussler hatte damals in Colmar gewonnen.

Greipel, wohnhaft in Hürth bei Köln, war zuletzt schon mehrfach Gast bei der City-Nacht und hatte noch im Vorjahr versprochen: „Wenn alles klappt, ich gesund und fit bin, komme ich wieder. Solch eine Atmosphäre bei diesem einzigartigen Nachtrennen spornt jeden Profifahrer an.“

2010 gewann in Rhede der italienische Weltklassesprinter Alessandro Petacchi vor André Greipel und Tony Martin (HTC), dem Sieger von 2009.

Selbst Ex-Teamchef Rolf Aldag anerkennt Greipels Etappensieg

Dienstag Nachmittag schlug er im Sprint auf der Etappe, die in der Bocholter Partnerstadt Aurillac unter Beteiligung einer städtischen Delegation von der Aa gestartet worden war, seinen großen Rivalen Mark Cavendish vom Team HTC-Highroad. Seinetwegen war Greipel, jahrelang Teamkollege in der Mannschaft von Sportdirektor und Ex-Rhede-Sieger Rolf Aldag, nicht für die Tour nominiert worden.

Greipel wechselte im Winter das Team, ging zu Omega Pharma-Lotto – und machte alles richtig. „Wenn sich einer einen Sieg bei der Tour verdient hat, dann ist es André Greipel. Das ist einfach eine Riesensache, dass er endlich für seine jahrelange Arbeit belohnt worden ist“, sagte Central-Vorsitzender Uwe Hengstermann.

„Mit weiteren Weltstars stehen wir in Verbindung. Alle möchten in Rhede fahren, weil ihnen das Umfeld und die Stimmung in Rhede so gut gefallen – das hat sich in der Szene seit langem herumgesprochen“, erklärte Hengstermann. „Wir werden noch weitere Stars verpflichten, die jetzt täglich bei der Tour im TV zu sehen sind.“

André Greipel und Marcel Sieberg für seine fantastische Anfahrt vor dem Zielsprint erhielten auch von der Konkurrenz nur Lob. Selbst Rolf Aldag musste anerkennen: „Es war mit Sicherheit ein verdienter Sieg für Greipel“, sagte HTC-Teamchef Rolf Aldag. „Das war phänomenal – zum Nägelkauen.“

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