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Vertauschte Rollen: Alessandro Petacchi macht die Führungsarbeit für
City-Nacht-Sieger Danilo Hondo
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Siegerehrung der Bitburger Classics mit Bitburger-Marketing-Chef Rolf Knapp (von
links): Fabian Wegmann, Sieger Danilo Hondo und der Drittplatzierte Tony Martin. Foto: andresen-presseservice
Fotogalerien:
Fotos: andresen-presseservice, Bernfried Knipping, Karl Franke
Ergebnisse Bitburger Classics:
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Danilo Hondo (37) vom Team Lampre-ISD hat die 20. Jubiläums-City-Nacht des RV Central Rhede erstmals entschieden: Hondo, sonst Anfahrer
von Alessandro Petacchi, profitierte vor Tausenden von Zuschauern diesmal von
der Zuarbeit seines italienischen Freundes. Im Sprint konnte sich der
Tour-de-France-Fahrer mit einer halben Radlänge Vorsprung vor Lokalmatador Fabian Wegmann (Leopard-Treck),
Tour-Etappensieger Tony Martin (HTC-Highroad) und dem Bocholter Marcel Sieberg
(Omega Pharma-Lotto) durchsetzen. Petacchi kam zusammen mit einer
Verfolgergruppe ins Ziel.
Erst kurz vor 1 Uhr am Samstagmorgen war die 20. City-Nacht beendet. Das
Hauptrennen um die Bitburger Classics war erst um 22.56 Uhr auf die mit 60
Runden oder 84 Kilometer etwas verkürzte Strecke (statt 98 Kilometer) geschickt worden. Bei trockenen
Witterungsbedingungen machten wieder mehr als 10.000 Zuschauer die 20.
City-Nacht zu einem großem Fest. Zu den vielen Gästen aus Nah und Fern gehörte auch der ehemalige ARD-Radsportexperte Herbert Watterott, der von Rudi
Hengstermann geehrt wurde.
Die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des RV Central Rhede hielt, was sie versprochen hatte. Die Fans
waren wieder aus dem Häuschen. Bürgermeister Lothar Mittag ehrte zum Schluss den Central-Vorsitzenden Uwe
Hengstermann mit dem Ehrenteller der Stadt Rhede für die emsige Arbeit zum 20-jährigen Bestehen, die er mit seinem Vater Rudi, gleichzeitig Geschäftsführer, in all den Jahren geleistet habe – und auch wohl stellvertretend für die ungenannte Helferschar im Verein und hinter den Kulissen. Die Ehrung
geschah tief in der Nacht, nach dem Hauptrennen um die Bitburger Classics – auch das Rhede und die City-Nacht.
Die Bitburger Classics waren geprägt von starker, wechselnder Führungsarbeit. Zwischendurch lagen der Schweizer Ex-Europameister auf der Bahn,
Alexander Aeschbach, und Marcel Sieberg 18 Sekunden vorne. Doch das flotte Feld
holte die beiden wieder ein. Danach setzte sich eine Führungsgruppe mit neun Fahrern und den vier Tour-de-France-Teilnehmern Sieberg,
Hondo, Petacchi, Martin sowie Wegmann ab. Da war klar, dass die schnelle Gruppe
den Sieger stellen würde. Bis zwei Rudnen vor Schluss schienen Tony Martin, 2009 Sieger als damals
bester Jungfahrer der Tour im weißen Trikot, und Fabian Wegmann, 2006 Sieg und oftmals Zweiter, das Rennen zu
machen. Doch sie hatten die Rechnung ohne Hondo und Petacchi gemacht. Der
Italiener, 2010 Sieger in Rhede im Grünen Trikot des Tour-Sprintbesten, brachte die Verfolgergruppe wieder heran. Und
auf der Zielgerade hatte Danilo Hondo, der seinen Wohnsitz in Ascona hat und für Alessandro Petacchi übersetzte, die größten Kraftreserven. Nach einem packenden Rennen und vielen Starts in Rhede
spurtete er erstmals auf Platz eins bei den Bitburger Classics.
Stimmen des Führungs-Quartetts
Der Jubel kannte keine Grenzen, und die taktische Zusammenarbeit mit seinem
italienischen Teamkollegen war unter der Anfeuerung von Tour-Teufel Didi Senft
von Erfolg gekrönt gewesen. Danilo Hondo auf der Ziellinie im Interview die verkehrten Rollen für den Anfahrer von Petacchi: „Alessandro hat das Feld von hinten nach vorne gefahren. Die beiden Führenden schienen sich nicht ganz einig gewesen zu sein, und ich habe ind er
Schlussrunde voll Gas gegeben.“
Fabian Wegmann wurde auch für Platz zwei von seinen Fans euphorisch gefeiert, hatte nach einem tollen Rennen
insgeheim jedoch wohl mit einem Sieg gerechnet: „Es hat nicht ganz gereicht. Es war ein schnelles Rennen, und in Rhede ist es
immer wieder schön.“
Für Tony Martin war auch Rang drei okay: „Hier bei der Besetzung und dem Rennen auf dem Podium zu stehen, ist eine schöne Sache.“
Marcel Sieberg, seit dem Vorjahr im benachbarten Bocholt wohnend, freute sich über einen tollen Empfang und viele Fans: „Mit solch einem superschnellen Rennen hatte ich, ehrlich gesagt, nicht
gerechnet. Leider fehlten mir am Ende ein paar Körner, um die Nase ganz vorne zu haben.“
Wegmann gewinnt spektakuläres Dernyrennen vor Müller und Petacchi
Zuvor hatten die Profis schon ein spektakuläres Dernyrennen im Grand-Prix der Unternehmensgruppe Bleker über 20 Runden oder 28 Kilometer gezeigt. Erstmals war es garniert mit den
Koga-Ladies des RV Central Rhede, die sich in toller Form dem Rheder Publikum
präsentierten. Nach zehn Runden überließen die Damen den Herren das Feld. Und schließlich siegte immerhin in diesem Rennen Fabian Wegmann im Team mit Jana Schemmer,
erst kürzlich deutsche Hochschulmeisterin geworden, und Derny-Schrittmacher René Kos.
Zweite wurden der deutsche Bergmeister Dirk Müller (Nutrixxion Sparkasse) mit Simona Janke und Schrittmacher Christian Dippel
vor den Drittplatzierten Alessandro Petacchi mit Ronja Köckerling und Schrittmacher Michael Vaarten.
Das Mannschaftsrennen „Kampf der Giganten“ über 15 Runden oder 21 Kilometer entschied das Team Athleticos-Fenster (Südlohn-Oeding) vor dem Team Nutrixxion Sparkasse und real,- SB Warenhaus Rhede für sich.
Daniel Knyss gewinnt B-C-Klasse
Die B-C-Klasse der Amateure hatte zu Beginnt der favorisierte Daniel Knyss vom
RC Staubwolke Quadrath für sich entschieden. Er benötige 59:13 Minuten im Grand-Prix der Volksbank für die 30 Runden oder 42 Kilometer. Zweiter wurde Frederik Vomerg vom Team
Rolinck vor Norbert Seewald vom RSV-Team Mettmann.
© andresen-presseservice / Horst Andresen
Ehrentafel: Alle City-Nacht-Sieger seit 1992
1992
Thomas Korten, Solingen
1993
Gregory Dwiar, Australien
1994
Jochen Görgen, RG Porz
1995
Lars Teutenberg, Team Köln
1996
Rudie Kemna, Foreldorado Golf, Niederlande
1997
Erik Zabel, Team Telekom
1998
Erik Zabel, Team Telekom
1999
Erik Zabel, Team Telekom
2000
Marcel Wüst, Team Festina
2001
Rolf Aldag, Team Telekom
2002
Lance Armstrong, US Postal Service
2003
Alexander Winokurow, Team Telekom
2004
Ivan Basso, Team CSC
2005
Ivan Basso, Team CSC
2006
Fabian Wegmann, Team Gerolsteiner
2007
Andreas Klöden, Team Astana
2008
Ronny Scholz, Team Gerolsteiner
2009
Tony Martin, Team Columbia
2010
Alessandro Petacchi, Team Lampre
2011
Danilo Hondo, Team Lampre-ISD
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