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Rund um Rhede 2008:
Von Kleinsorgen sorgenlos zum Sieg
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Siegerehrung „Bitburger Classics“ bei Rund um Rhede 2008 (von links): Dirk Oude Ophuis, Ludger Tebrügge (RV Central), Christoph von Kleinsorgen, Uwe Hengsterman (RV Central), Tomas
Hruby, Leaderspreisgewinner Ondrej Zelinka (beide AC Sparta Prag), Karl-Heinz
Hessing (RV Central) Foto: andresen-presseservice
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• Christoph von Kleinsorgen (27) aus Coesfeld hat am späten Sonntagnachmittag das Eliterennen bei der 17. Austragung von Rund um Rhede
des Radsportvereins Central Rhede gewonnen. Dem ehemaligen Profi, vor Jahren in
einem Team mit dem früheren Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich, setzte sich in einem starken Ausreißerfeld mit fünf Fahrern kurz vor Ende der 90 Kilometer bei guten Witterungsbedingungen durch
und fuhr zum erstenmal einen Sieg bei den Bitburger-Classics in Rhede nach
Hause. Zeitgleich platzierten sich hinter dem für den RSV Gütersloh fahrenden Münsterländer Dirk Oude Ophuis (OWC Oldenzaal/Niederlande), Tomas Hruby (AC Sparta Prag)
und Tim Gajewiak (RV Sossenheim/vorher RC 77 Bocholt) auf den Rängen zwei bis vier.
Der Tscheche Ondrej Zelinka vom AC Sparta Prag erhielt den Leaders-Preis für die beste Führungsarbeit. Sein Teamkollege Martin Hebik, Vorjahressieger aus Prag, hatte
kurzfristig eine Einladung aus der Türkei annehmen müssen und konnte seinen Vorjahrestitel nicht verteidigen.
Sieger Christoph von Kleinsorgen war nach dem Rennen überglücklich, und aus seinem Mund sprudelte der Kommentar zum Rennen wie das Wasser
aus einem Wasserfall. „Ich hatte von der Anzahl der Trainingskilometer noch nicht die Kraft, das Rennen
von Anfang an zu dominieren. Deshalb habe ich etwas abwartend gefahren, und als
die Post mit den vier anderen Fahrern abging, war ich dabei. Dann habe ich
einmal attackiert, hatte einen Vorsprung von gut 50 Metern, den ich halten
konnte. Dies ist ja fast meine Hausstrecke als Coesfelder, da habe ich mir
gedacht, hier kannst du nach dem guten sechsten Platz im Vorjahr vielleicht
auch gewinnen. Endlich hat sich auch ausgezahlt, dass ich im Training aufgrund
der beruflichen Umstellung jetzt vermehrt auf Qualität statt Quantität gesetzt habe. Jetzt hat sich gezeigt, dass diese Maßnahme meines neuen Trainers richtig war.“
Von Kleinsorgen plant beruflich neu. „Ich habe mich nach achtjährigem Profidasein beruflich umstrukturiert und erst jetzt die
Trainingskilometer intus, die ich sonst als Radrennprofi bis Januar auf
Mallorca oder Gran Canaria gefahren war“, sagte der Coesfelder im Gespräch mit dem Central-Pressedienst.
Boris Fastring vom RC 77 Bocholt gewinnt Sprint der Verfolger
Hinter der führenden Gruppe kam nach 2:00:13 Stunden das mit über 50 Fahrern gestartete Hauptfeld ins Ziel. Und diesen Sprint gewann Boris
Fastring vom RC 77 Bocholt, der – sozusagen vor eigenem Publikum – ein sehr gutes Rennen ablieferte. Der Bocholter strahlte in Rhede mit der
Abendsonne um die Wette: „Das war mein erstes ernsthaftes Rennen in dieser Saison, und ich bin
superzufrieden. Ich hatte noch Kraft genug, den Sprint gegen die anderen im
Feld zu gewinnen. Das ist einfach ein tolles Gefühl. So kann es weitergehen.“
Boris Fastring dürfte damit auch sicherlich eine Einladung für die 17. City-Nacht am 1. August vom RV Central erhalten – Sieger Christoph von Kleinsorgen ist eh dafür gesetzt. Und lobte Rhede und die Austragung bei herrlichem Radrennwetter: „Gute Strecke, gutes Feld, gute Organisation – was will man mehr?“
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Das „Werk“ von Central-Geschäftsführer Rudi Hengstermann: „Solch ein Podium mit solch vielen Sponsoren gibt es bei ähnlichen Rennen kein zweites Mal“, urteilte ein unbefangener Besucher in Rhede
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Frauenrennen: Sieg der Schottin Pipa Handley
mit Team Tubanters Hengelo aus Holland
• Beim fünften Rennen des Tages hatte es eine Premiere gegeben: ein Frauenrennen bei Rund
um Rhede, das jetzt zur Dauereinrichtung werden soll. Die 30 Kilometer gewann
eine Schottin im niederländischen Dress von Tubanters Hengelo: Pipa Handley hatte sich nach zwei Dritteln
an die Spitze gesetzt und kraftvoll das Rennen dominiert. Die Britin gewann mit
fünf Sekunden Vorsprung vor der Juniorin Anna Bianca Schnitzmeier vom RSV Unna und
Handleys Klubkameradin Annika Heijnen. Schnitzmeier frohlockte: „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Allerdings fand ich das Rennen ein
wenig kurz: Ein paar mehr Kilometer hätten es durchaus sein können.“ Am Abend nach dem Rennen reagierte der Verein bei der Nachbesprechung: Nächstes Jahr sollen mindestens 40 Kilometer angeboten werden, damit es für die Frauen auch BDR-Punkt gibt.
Die Bocholter Juniorenfahrerin Lena Stegger stand der Unnaerin in nichts nach
und wurde in einem starken Feld mit fast 40 Fahrerinnen gute Achte in der
gleichen Zeit wie die Zweitplatzierte.
Juniorenrennen U 17 und U 19 gut besetzt
Bei den Junioren platzierten sich ebenfalls zwei Bocholter im Vorderfeld: Bei
den U 17 wurde Sebastian Krasenbrink im Sprint nach 30 Kilometern nur von
Steven Lammertink (beide 44:33 Minuten) geschlagen; Jörn Christaens wurde hieer 15; Maik Hörning konnte sich nicht platzieren. Bei den U 19 erzielte Patrick Schachtner
nach 37,5 Kilometern einen sehr guten dritten Rang, zeitgleich mit Sieger
Maarten Grotte Punkt (OWC Oldenzaal) und Maurits Lammertink (AWV de Zwaluwen,
beide Niederlande).
Steinfurter Michael Eilting gewinnt C-Klasse vor Alexander Nordhoff
Die Männer-C-Klasse mit über 100 gemeldeten Fahrern hatte am Morgen Michael Eilting vom RSV Friedenau
Steinfurt im Sprint nach 1:26:43 Stunden und 60 Kilometern gewonnen. Zeitgleich
kam Juniorenfahrer Alexander Nordhoff ins Ziel.
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Erstes Frauenrennen bei Rund um Rhede: Premiere gelungen
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Eliteklasse: Rasante Rennen bei Rund um Rhede
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Sieger C-Klasse (Fahrer von links): Alexander Nordhoff, Michael Eilting und
Sebastian-Alexander Wencker Fotos: andresen-presseservice
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